Manche inneren Zustände sind nach außen kaum sichtbar.
Der Kopf findet keinen Abschluss, der Körper hält Anspannung fest. Die eigene Stimme bleibt leiser, als sie sein könnte. Und zwischen Verantwortung, Erwartungen und täglichem Funktionieren geht der Kontakt zu sich selbst immer weiter verloren.
Die Songs von Peter D. Reimer geben diesen Zuständen eine Stimme. Sie machen hörbar, was in Menschen weiterwirkt – von innerer Unruhe und Anspannung bis zu dem Moment, in dem die Rückkehr zu sich selbst wieder möglich wird.
Nicht mehr bei mir

Man kann weiterarbeiten, Entscheidungen treffen und für andere da sein – und sich dabei selbst immer weiter verlieren.
„Nicht mehr bei mir“ erzählt von einem Menschen, der nach außen funktioniert, während er innerlich kaum noch erreicht, was in ihm geschieht.
Nicht als sichtbarer Zusammenbruch. Sondern als leise Entfernung von dem Menschen, der man einmal war.
Von der Rüstung, die lange getragen hat.
Und von dem Moment, in dem sie zu schwer wird.
Wenn der Kopf nicht schweigt

Man kann entschieden haben, den Tag beenden und trotzdem weiterdenken – weil der Kopf immer noch nach Antworten sucht.
„Wenn der Kopf nicht schweigt“ erzählt von einem Menschen, dessen Gedanken weiterarbeiten, obwohl die Entscheidung längst getroffen wurde.
Nicht als offene Panik. Sondern als kreisende Unruhe, die selbst dann bleibt, wenn nichts mehr zu lösen ist.
Von Entscheidungen, die keinen Abschluss finden.
Und von Nächten, in denen der Kopf weiterredet.
Der Körper vergisst nicht

Man kann weitermachen, Belastungen verdrängen und ruhig wirken – während der Körper festhält, was längst vorbei scheint.
„Der Körper vergisst nicht“ erzählt von einem Menschen, dessen Körper weiterreagiert, obwohl der Kopf längst sagt, dass alles vorüber ist.
Nicht als sichtbare Wunde. Sondern als Spannung, Unruhe und Erschöpfung, für die sich kaum noch Worte finden.
Von Belastungen, die im Körper geblieben sind.
Und von dem Moment, in dem er nicht mehr schweigt.
Zu leise für diese Welt

Man kann viel können, zuverlässig leisten und trotzdem übersehen werden – weil man gelernt hat, sich selbst zurückzunehmen.
„Zu leise für diese Welt“ erzählt von einem Menschen, dessen Kompetenz verborgen bleibt, weil er gelernt hat, sich selbst zurückzunehmen.
Nicht aus fehlender Stärke. Sondern aus einer Zurückhaltung, die lange geschützt hat und irgendwann unsichtbar macht.
Von Worten, die nicht ausgesprochen wurden.
Und von dem Preis, den ein Mensch dafür bezahlt.
Langsam wieder bei mir

Man kann sich verloren fühlen, weiterfunktionieren und dennoch bemerken – dass man sich selbst noch nicht ganz verlassen hat.
„Langsam wieder bei mir“ erzählt von einem Menschen, der nicht länger nur Erwartungen erfüllt und vorsichtig wieder wahrnimmt, was ihm selbst wichtig ist.
Nicht als plötzlicher Neuanfang. Sondern als langsame Annäherung an den Menschen, der unter all den Rollen nie verschwunden war.
Von kleinen Schritten in die eigene Richtung.
Und von dem Moment, in dem man sich nicht von sich entfernt.
Nicht jede Last ist Liebe

Man kann Verantwortung übernehmen, für andere da sein und vieles auffangen – und dabei längst mehr tragen, als einem guttut.
„Nicht jede Last ist Liebe“ erzählt von einem Menschen, der Fürsorge mit Pflicht verwechselt und sich selbst immer weiter zurücknimmt.
Nicht aus Schwäche. Sondern aus der tiefen Überzeugung, niemanden enttäuschen oder alleinlassen zu dürfen.
Von Lasten, die lange wie Liebe wirkten.
Und von dem Moment, in dem man sie zurückgibt.
Alles hängt zusammen

Man kann klar denken, ruhig wirken und sicher erscheinen – und übersehen, wie eng Kopf, Körper und Wirkung verbunden sind.
„Alles hängt zusammen“ erzählt von einem Menschen, der erkennt, dass im Inneren auf Dauer nichts wirklich unabhängig voneinander geschieht.
Nicht aus Unachtsamkeit. Sondern weil man Kopf, Körper und Wirkung zu lange getrennt sah.
Von Zusammenhängen, die lange unsichtbar waren.
Und von dem Moment, in dem alles wieder zusammenfindet.
Ich muss nicht mehr stark sein

Man kann Verantwortung tragen, weitermachen und stark wirken – und übersehen, wie viel Kraft Durchhalten kostet.
„Ich muss nicht mehr stark sein“ erzählt von einem Menschen, der erkennt, dass wahre Stärke nicht heißt, jede Last schweigend allein zu tragen.
Nicht aus Schwäche. Sondern weil er sich selbst nicht länger verlassen will, damit außen alles bestehen bleibt.
Von einer Stärke, die lange im Aushalten lag.
Und von dem Moment, in dem Loslassen stärker wird.
Was von mir übrig bleibt

Man kann Aufgaben erfüllen, Erwartungen tragen und sich über Leistung definieren – und nicht mehr wissen, wer man ohne das ist.
„Was von mir übrig bleibt“ erzählt von einem Menschen, der sich fragt, was von ihm selbst bleibt, wenn keine Rolle mehr erfüllt werden muss.
Nicht aus Orientierungslosigkeit. Sondern weil Funktionieren lange wichtiger war als das eigene Leben.
Von einer Identität, die ins Wanken gerät.
Und von der Frage, was darunter zu einem gehört.
Ich bin noch da

Man kann erschöpft sein, sich fremd fühlen und glauben, kaum etwas von sich zu spüren – und dennoch nicht verschwunden sein.
„Ich bin noch da“ erzählt von einem Menschen, der erkennt, dass trotz aller Entfernung tief in ihm selbst noch etwas Eigenes weiterlebt.
Nicht unversehrt. Nicht geheilt. Sondern verändert und vorsichtig genug, sich wieder wahrzunehmen.
Von einem Leben, das lange nur funktioniert hat.
Und von dem stillen Satz, der am Ende bleibt: Ich bin noch da.
Angaben zu den Songs
Künstler: Peter D. Reimer
Texte: Peter D. Reimer
Texte © 2026 Peter D. Reimer
Aufnahmen ℗ 2026 Peter D. Reimer
Alle Rechte vorbehalten.
